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Bibelschulen in Deutschland

Der evangelische Glaube hat in Deutschland nicht nur eine feste Anhängerschaft mit zahlreichen mitgliederstarken Kirchengemeinden, sondern ist auch gefestigt in Hinsicht auf die kirchliche Bildung. Einen wesentlichen Beitrag in dieser Hinsicht leisten die vielen Bibelschulen, die es überall in der Bundesrepublik gibt. Dabei versteht man unter einer Bibelschule im wesentlichen eine christliche Ausbildungsstätte, für angehende Mitarbeiter im Gemeindendienst und im sogenannten Missionsdienst. Selbstverständlich sind Bibelschulen mit dem Hintergrund des evangelischen Glaubens auch in ihrer täglichen Arbeit durch die evangelikale Theologie geprägt, welche sie in Interpretation und auch Weiterentwicklung an ihre Studenten vermitteln. Aber auch interessierte Laien sind gern gesehene Studienteilnehmer an evangelischen Bibelschulen, so das zahlreiche Einrichtungen dieser Art spezielle Kurse mit unterschiedlicher zeitlicher Dauer anbieten.

Wer sich für die Teilnahme an einem solchen Kurs interessiert oder sein künftiges berufliches Ziel in einer entsprechenden theologischen Laufbahn sieht, wird sich natürlich nach einer Bibelschule in der Nähe des eigenen Wohnortes erkundigen. Viele Bibelschüler – also Studenten an Bibelschulen – besitzen aber auch eine BAföG-Berechtigung, so dass sie sich nicht scheuen sollten, ihr Recht auf staatliche Ausbildungsunterstützung geltend zu machen.

Die Bibelschulen selbst haben dabei ihre historischen Wurzeln in den sogenannten Erweckungstheorien, welche vor allem im 19. Jahrhundert in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewannen. Dabei entstanden sie teilweise aus privaten Initiativen und dem unmittelbaren Bedürfnis ihrer Initiatoren, die Mission durch entsprechend geschulte Mitarbeiter darlegen und vorantreiben bzw. verbreiten zu lassen. Als Ergebnis dieser Bemühungen entstanden zahlreiche diakonische und missionarische Werke sowie verschiedene Gemeinden und ganze Gemeindekreise. Dies wiederum hatte ein Wachstum des Aufgaben- und Arbeitsgebietes zur Folge, dem die bisher vorhandenen Pastoren nicht mehr gerecht werden konnten, da es einfach zu viele neue Mitglieder und Gemeinden gab. Der Bedarf nach Mitarbeitern wuchs also weiter an und somit gründeten sich zahlreiche Bibelschulen, die auch heute noch eine rege Teilnehmerzahl in ihren Kursen zu verzeichnen haben.